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Treffen der Migrantenselbstorganisationen

Das Miso-Treffen könnte ein weiterer Meilenstein werden für die Integrationsarbeit in unserer Stadt.

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Grundlagenwissen über geltendes Recht

15 Menschen aus 7 Nationen erhielten am Samstag in den Räumlichkeiten des Vereins „inSi e.V.-Integration in Singen“ aus erster Hand Grundlagenwissen über geltendes Recht in Deutschland durch Prof. Christian Majer (6.v.r.) und sein Team der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen in Ludwigsburg. Auf großes Interesse stießen erste Informationen über unsere Grundrechte, das Familienrecht, Mietrecht, Arbeitsrecht und Strafrecht im Alltag. Organisatoren waren Narine Evoyan (li) vom Landratsamt Konstanz gemeinsam mit inSi, zu Gast war Marie-Elisa Marwig (M.), Singens Flüchtlingsbeauftragte.

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inSi-Nachhilfe-Projekt

Nachhilfeprojekt für VAB-Schüler*innen und Schüler*innen der Berufsschulklassen
VAB = Vorqualifizierung – Arbeit – Beruf, Alter der Schüler*innen: 16 bis 20 Jahre

Nachdem in unserem Verein immer wieder Nachhilfe von Schüler*innen der VAB-Klassen nachgefragt wurde und wir diesen offensichtlichen Bedarf nicht befriedigen konnten, beschloss ich über die Berufshelfer*innen des Landratsamts Kontakt mit den Klassen aufzunehmen.

Bereits im Herbst stellte unser Mitglied Michael Greuter den Kontakt zum Rotary Club Singen her, der uns 5000 € für das Projekt zusicherte.

Nach den Weihnachtsferien wurden alle fünf Singener VAB-Klassen (insgesamt 80 Schüler*innen) besucht und nach dem Nachhilfebedarf befragt. Danach wurden acht Oberstufenklassen der Robert-Gerwig-Schule (RGS) über unser Projekt informiert und um Mithilfe gebeten.

Ergebnis: 46 VAB-Schüler*innen suchen Nachhilfe.
55 Schüler*innen aus den 11. und 12. Klassen des Wirtschaftsgymnasiums an der RGS sind bereit Nachhilfe zu erteilen. Für die Nachhilfestunde erhält der "Schülercoach" eine Aufwandsentschädigung von 10 € für 60 Minuten Nachhilfe, gesponsert vom Rotary-Club Singen.

Aus den Bewerber*innen wurden 46 Paare gebildet, die sich am Freitag den 1. Februar um 13:30 Uhr in der Pausenhalle der RGS zum ersten Mal trafen. Die Zuteilung zum Partner erfolgte nach den Fächerwünschen und Alter.

Jedes Paar bekommt ein Formular, auf dem es seine Nachhilfestunde dokumentiert. Am Ende der Stunde geben sie das Formular bei einem der anwesenden inSi-Begleiter ab und der Coach bekommt die Aufwandsentschädigung.

Die Nachhilfe soll zunächst an jedem Freitag um 13:30 Uhr stattfinden. Eine Ausweitung auf weitere Nachmittage ist ab März geplant.

Am Ende des ersten Monats hat sich der der Besuch auf ca. 30 Pärchen eingependelt.

Ziel des Projektes:
Die Nachhilfe steht im Vordergrund. Die Schüler*innen wurden angewiesen ihre Schulbücher und Arbeitsunterlagen mitzubringen und den Coaches zu zeigen wo es Probleme gibt, damit sie diese Aufgaben nochmals zusammen durchgehen können. Ein erwünschter Nebeneffekt ist, dass sich Migranten und gleichaltrige Deutsche kennenlernen und wir so zur Integration der Jugendlichen einen wichtigen Beitrag leisten.

Dietmar Vogler
1. Stellvertreter des Vorstands inSi e.V.

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"Das haben wir nicht gewusst"

1000 Besucher bei JugendKZ-Ausstellung/ Positive Bilanz im Singener Rathaus und bei inSi e.V.

„Es ist traurig, wie unmenschlich das Handeln damals war und dass sie nach Lust und Laune über das Leben anderer entschieden haben“ schreibt eine Schülerin der Zeppelin-Realschule nach dem Besuch der nun im Singener Rathausfoyer zu Ende gegangenen Ausstellung „Wir hatten noch gar nicht angefangen zu leben“ über die Herrscher der Jugend-Konzentrationslager Moringen und Uckermark. Von 1940-45 inhaftierten die Nationalsozialisten dort 3.000 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 25 Jahren als „Gemeinschaftsfremde“, von denen Hunderte starben oder ihr Leben lang schwere körperliche und seelische Schäden davontrugen, gequält von Polizei, SS und dem berüchtigten Rassebiologen Dr. Ritter, der grausige Verbrechen an den schutzlosen Jungen und Mädchen beging und zudem auch das alte Volk der Jenischen verfolgte.

„Unsere Besucherzahlen waren überwältigend, allein 500 Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften waren im Rathaus“, zogen Marcel Da Rin von der Singener Kriminalprävention und Bernhard Grunewald vom neuen Verein inSi e.V als Initiatoren nun eine erste Bilanz. „Wir wollen gerade in diesen Tagen zeigen, was echte Nazis wirklich gemacht haben“, so Grunewald, dessen Vater Wolfgang 30 lange Monate in Moringen inhaftiert war und der noch vor seinem frühen Tod half, diese Ausstellung zu entwickeln. Beide bieten nun den Singener Schulen und Jugendlichen eine Vertiefung des Themas an, ergänzt um den Film „Nacht und Nebel“ über Hitler’s KZs.

„Davon haben wir noch nie etwas gehört“, war der Tenor gerade älterer Besucher aus nah und fern, die sich ebenso betroffen zeigten wie viele Rathausbedienstete und zahlreiche Tagesbesucher. Bereits bei der Eröffnung unterstrich Oberbürgermeister Bernd Häusler vor überraschend vielen Gästen, dass Rassismus, Gewalt und Fremdenfeindlichkeit in Singen keinen Platz haben. Er dankte beiden Verantwortlichen für die beeindruckende Initiative, die vom lokalen „Bündnis unterm Hohentwiel“ ebenso Unterstützung bekam wie von Heinz Rheinberger, dem legendären Singener Gewerkschafter und SPD-Kommunalpolitiker, der aufgrund eigener Erlebnisse als 14-jähriger im „Adolf-Nazi“-Volkssturm und Begegnungen mit KZ-Überlebenden wie Willi Bleicher alle Anwesenden zum aktiven Handeln gegen faschistisches Denken und Handeln aufrief. „Der Faschismus kommt nicht immer auf genagelten Stiefeln“, so Rheinberger. Gefördert wurde die Ausstellung, welche von Martin Guse konzipiert wurde, vom Programm „Demokratie leben“ des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend.

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